Zusammen mit "Raketfued" fand am JFZ ein eintätiger Workshop zum Bau von Wasserraketen statt

 Bau einer Wasserrakete

Über die Kontakte zu einer Hochschule sind wir in Berührung zu einer Gruppe junger Leute gekommen, die sich mit dem Bau von Wasserraketen beschäftigen. Eine Wasserrakete ist eine Rakete, die Wasser ausstößt und ihre Energie in Form von Druckluft mitführt. Der Antrieb erfolgt durch einen Wasserstrahl, der unter Druck durch eine Düse gepresst wird und mit einem entgegengesetzten Impuls die Rakete verlässt. Eine Wasserrakete kann aus einer PET-Flasche selbst ge-baut werden. Es werden Einwegfla-schen, aber auch die dickwandigeren Mehrweg-PET-Getränkeflaschen ver-wendet. Als Startmechanismus wird häufig eine Steckkupplung für Gartenschläuche und ihr Gegenstück verwendet. Zur Erhöhung der Druckfestigkeit kann man Umwicklungen der zylindrischen Abschnitte der PET-Flaschen verwenden, beispielsweise aus Glasfasergewebe. Zur Komprimierung der Luft werden Hand-Luftpumpen oder Kompressoren verwendet.

Um einen stabileren Flug zu erreichen, werden zusätzlich Flossen/Leitflügel an die Rakete geklebt, die teilweise durch Schrägstellung einen stabilisierenden Drall bewirken. Der vorausfliegende Boden der Flasche ist zuweilen (insbesondere bei den schweren Mehrweg-PET-Flaschen) mit einem halbierten Tennisball gegen zu harten Aufprall geschützt.

Das Wasserraketen - Team „Raketfued“, hatte sich angeboten einen eintägigen Workshop im JFZ durchzuführen. Bei diesem Workshop baute jeder Teilnehmer/in eine Wasserrakete, die mehr als 60 Meter hoch fliegen kann. Neben der eigentlichen Rakete wurde auch eine kleine Startrampe gebaut, sodass man die Wasserrakete auch zuhause starten kann.

Die Rakete ist jederzeit erweiterbar und kann beispielsweise um ein Fallschirmsystem ergänzt werden. Der Workshop beinhaltet eine kurzweilige Präsentation zur Funktionsweise, den eigentlichen Bau und natürlich die Flugerprobung.

Der Workshop ist eine Kooperation mit dem Wasserraketen-Team „Raketfued“, das unter anderem den aktuellen deutschen Höhenrekord von 290 m hält. So können die Teilnehmer einen Blick auf größere und komplexere Wasserraketen werfen und je nach Wetterlage den Start einer entsprechenden Rakete mitverfolgen.

Der Workshop war innerhalb weniger Tage ausgebucht. Besonders spannend war der Start der 16 Raketen auf dem Flugplatz der Modelfliegergruppe Sindelfingen. Bis auf 2 Raketen fanden alle Raketen wieder ihre Eigentümer, 2 waren in den umliegenden Feldern nicht mehr auffindbar. Für alle Teilnehmer ein spannender Tag, der auf Wiederholung wartet.

Ein Video des Workshops sowie des Starts des Raketen finden Sie auf YouTube.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der JFZ-Broschüre 2020.

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